Sagen, Erzählungen und Geschichten die unseren Ort betreffen.

Aus dem Mohlsdorfer Sagen- und Geschichtenbuch (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf 2002)

Die Heilquelle von Gottesgrün


      Georg Geltern schrieb in seinen Aufzeichnungen vom 24. Juni 1709, also zweieinviertel Jahr vor seinem Tode: "Perendi Cum tota familia abibo Gottesgrünam, medicina fontana ibidem utendi, quam deus benedicat!" (Übermorgen werde ich mit meiner Familie nach Gottesgrün gehen, um die Heilquelle ebendaselbst zu gebrauchen, die Gott segnen möge!)
      Sollte einstmals in der Herrschaft Untergreiz gehörigen Gottesgrün ein heilkräftiges Wasser der Erde entquollen sein, von dem heute nach 230 Jahren niemand mehr etwas zu sagen weiß? Freilich lassen die Worte auch die Deutung zu, daß Georg solches Wasser von auswärts bezogen und mit ihm in der idyllischen Ruhe des lieblichen, in grüne Wiesen eingebetteten Dörfchens Gottesgrün, umgeben von den Seinen, eine längere Brunnenkur gebraucht hat.

aus: "Die Bedeutung der Familie von Geltern - Crispendorf" von Arthur von Geltern - Crispendorf