Sagen, Erzählungen und Geschichten die unseren Ort betreffen.

Aus dem Mohlsdorfer Sagen- und Geschichtenbuch (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf 2002)

Steingesichter

Entstanden im Projekt 9R der Freien Regelschule Reudnitz im Frühjahr 2002. Dank gebührt Frau Irrgang, Lehrerin an dieser Schule, für die Möglichkeit der Veröffentlichung dieser Gedichte.

Kristall aus der Tiefe
 
Graue, triste Oberfläche
Ein gewöhnlicher Stein?
Nein!
Ans Licht gebrachtes Inneres
Erstrahlt von Kristallen.
durchzogen von schwarzen,
beigen Linien
Hervorgebracht
aus den Tiefen des Erdreiches
Liegt weich in der Hand
wirkt kühl,
und strahlt doch Wärme aus.
 
Christian Köhler
 
Unvergänglich
 
Er ist so lebendig
und doch sonderbar.
Keiner weiß wie alt
oder woher er kam.
Sein Glitzern,
schön wie die Sonne im Meer
 
Claudia Hierold - Danilo Müller
 
Der Stein am Meer
 
Graumelierter Stein,
glatt und rund
erschaffen vom Meeresgrund.
Gestern noch im Meer,
doch heut nicht mehr.
Gefunden am Uferstrand,
jetzt in der sicheren Hand.
 
Matthias Litsche
 
Gesichter eines Steines
 
Was ist es?
Ein Schuh?
Eine Koralle?
Ein Berg?
Egal, wonach es aussieht,
am Ende ist es doch ein Stein,
kalt und dennoch von innen warm
Ohne Heimat.
Ohne Leben.
 
Benjamin Weps
 
Urgestein
 
Durch tosendes kräftiges Meer,
glatt und weich anzufassen.
Kühl und trotzdem warm,
vom tiefen Inneren!
Julia Hase
 
Der Stein voller Erinnerungen
 
Robbe am Strand.
Oberfläche,
blau-grau schimmernd
Einkerbung
Woher?
Erinnerungen,
Klippe am Meer
Keine Ecken,
Keine Kanten
Wasser
formte Rundungen
Der Stein,
kalt
Nicht unangenehm.
 
Theresia Brock
 
Früher und Heute
 
Früher ein Gebirge
Heute nur noch Ecken und Kanten.
Glatt und doch rau
Eingeschlossen in kleine schwarze Streifen
Mit glitzernden Farben
Er verliert Wärme
Durch Gold und Silberadern
 
Martin Kessler
 
Gedanken zu einem Stein
 
Stein in meiner Hand
Wie ein Stein aus dem Meer
Lag tief auf Grund
Wurde gespült an Strand
Habe ihn dort gefunden
Glatte, bohnenartige Form
Sieht lustig aus
Grau und bräunlich
Ausstrahlen von Kälte
Leichtes Gewicht
Wie lange hat er
im Meer gelegen?
 
Christoph Schödel
 
Der tote Stein
 
Der tote Stein.
Glatte, spitze Stellen
Leuchten,
weiße Stellen rau,
Versteckt.
 
Graue Vertiefungen
ausgewaschen
Wasser, Sand, Spuren
 
Stein
zwei Löcher wie Augen
erblicken
die Welt von morgen
 
Heike Schulze
 
Mein Stein
 
Nein, kein normaler
Strandstein,
eine weiße Pracht,
Winterlandschaft.
Klippen mit Lawinengefahr,
Weiß und kühl
Wie Eis.
Schlecht zum Fletschern
Geruch nach Feuerstein,
Tausende kleine Kristalle.
Große Geschichte?
Ja!

 
Daniel Kanis
(Fletschern Stein über das Wasser werfen, damit er mehrmals springt)
 
Gedanken
 
Dieser Stein?
Warum?
Unansehnlich, schmutzig.
Sucht Wege in meine Hand.
Unwohles Gefühl.
Kanten zeichnen sich ab.
Abgebrochen?
Gedanken
Menschen ohne Halt.
Verloren und einsam.
Nein.
Wende mich ab.
 
Katja Pense
 
Meeresstein
 
Interessant,
kein gewöhnlicher Kiesel,
ein ganz besonderer Stein.
Unbändige Meereskräfte,
winzigkleine Muschel,
Teil einer riesigen Klippe?
Viele erlebte Abenteuer; Erinnerung an Strand,
Meer und schreiende Möwen.
 
Anja Sachse
 
Der Stein ein Mythos
 
Stein der Ägypter?
Vertiefungen - Geheimnisse?
Was verbirgt er?
Leben, Schmerzen?
Flecken,
vom Meer?
 
Fragen ohne Antwort
 
Nicole Falk
 
Wo kommt er her?
 
Von den Wellen im Meer
an den Strand gespült,
in der untergehenden Sonne
spiegelt er seine Pracht.
Wo kommt er her?
Durch den Wind
über den großen Ozean
liegt er nun hier,
Seine wunderschöne Farbe
lässt ihn der Schönste
und Strahlendste sein.
Noch so kalt vom Wasser
und doch ist er warm
Nun sag,
wo kommst du her?
 
Nadja Forbriger
 
Tausend Geschichten
 
Der, der vor mir liegt
so grün und klein
beruhigend und inspirierend.
Berglandschaft,
weiße Gipfel,
grüne Wiesen,
wie tausend Geschichten
der Stein
 
Stephanie Ludwig
 
Wunder der Natur
 
In meiner Hand
liegt ein Stein
rau, porös
erstarrte Lava
 
Stark wie Fels
doch federleicht
dieser Stein
 
Wo er herkommen mag,
was er erlebt hat?
 
Schweigend
verbirgt er sein Geheimnis
 
Scarlett Majer
 
Gigant der Natur
 
Rau und uneben
Mächtige braune Farben
Auf graubraunem Hintergrund
Geruch von Erde
Stark wie die Bäume
Unendliche Größe
Ein Herbsttag im Wald
 
Nicole Kieburg
 
Der verlorene Stein
 
Stein aus der See,
von Wellen getrieben,
im Sand vergraben,
doch gefunden,
glatt, weich und rund,
Aufprall an den Klippen,
Wunde für alle Zeiten,
federleicht,
kalt und doch warm,
lebendig,
nein!
 
Carolin Wetzel
 
Ein Stein mit Geschichte
 
Wunderschön
Glatt wie Seide
Interessant?
Ja.
Mit gelb, brauner Musterung.
Erinnert an Wüste.
Kalt oder Warm?
Keine Ahnung.
spricht Geschichte.
 
Felix Läster