Sagen, Erzählungen und Geschichten die unseren Ort betreffen.

Aus dem Mohlsdorfer Sagen- und Geschichtenbuch (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf 2002)

Sitten und Bräuche - Hutzenstuben

Einmal in der Woche kamen die Mädchen und Jungen in der "Hutzenstuben" zusammen. Von den Mädchen wurden dort Handarbeiten angefertigt. Sie stickten ihr Monogramm in ihre Aussteuer. Die "Alten", mit dem Strickstrumpf in der Hand, schauten dem jungen Treiben zu. Nach den Handarbeiten wurden meistens Gedichte vorgetragen oder Lieder gesungen. War ein Bursche dabei, welcher "Quetschkommode" oder wie man hier noch sagt "Zerrwanst" spielen konnte, dann wurde auch zum Tanz aufgespielt. Auf dem Nachhauseweg wurde dann meistens noch allerhand "ausgeheckt". Das "Hutzengieh" verlor aber sehr bald seinen eigenen Charakter und wurde durch das "Kaffeekränzeln" abgelöst - heute noch sehr verbreitet.