Sagen, Erzählungen und Geschichten die unseren Ort betreffen.

Aus dem Mohlsdorfer Sagen- und Geschichtenbuch (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf 2002)

Die Gebrüder Donnerhak


      Zwei andere Typen waren die Gebrüder Donnerhak. Sie wohnten beide in einem sehr baufälligen Haus, wo man denken musste, man bekommt den Hausgiebel auf den Kopf. Der eine war ein ungelernter Uhrmacher. Wenn man an dem Haus vorbeilief, da schlugen die Uhren in einem fort, die einen bim, die anderen bam, wieder eine andere Kuckuck oder es klingelte ein Wecker. Gustav Donnerhak ist auf eine ganz eigentümliche und wohl einmalige Art ums Leben gekommen. Er aß so viel Christstollen, dass er es vor Bauchschmerzen nicht mehr aushalten konnte, aber er ging nicht zu einem Arzt und so platzte ihm der Magen.
      Auch hatte er sich einmal selbst operiert. Dies wurde mehrfach von älteren Dorfbewohnern als wahre Begebenheit erzählt.
      Sein Bruder hatte eine Axt, welche wohl auch einmalig ist. Sie hatte ein Gewicht von 23 Pfund. Mit dieser Axt hackte er sein Holz. Die Axt war später im Besitz des Landwirtes Haase.

Aufzeichnung von Heinz Trommer in der Mohlsdorfer Ortschronik