Sagen, Erzählungen und Geschichten die unseren Ort betreffen.

Aus dem Mohlsdorfer Sagen- und Geschichtenbuch (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf 2002)

Der Feuerlöscher um 1804


      Man schrieb das Jahr 1804 am 8. Januar, als in der Greizer Zeitung und im Tagesblatt auf dieses Löschgerät, die Feuerpatsche, verwiesen wurde.
 
      Die Feuerpatsche war eine Stange, an derem vorderen Ende die Zweige nicht entfernt wurden, mit angewachsenem Reisig wie man schrieb. An Stelle des Reisigs konnte auch Mist, vermutlich altes Stroh oder Haderlumpen, alte Lappen wie man heute sagt, befestigt sein.
Wenn nun eine Feuersbrunst ausgebrochen war, diente diese Patsche als Feuerlöscher. Man tauchte das Reisig, Stroh oder die Lumpen in einen Wassereimer oder Teich, was eben gerade vorhanden war und schlug mit der in Wasser getränkten Feuerpatsche den Brand aus.
 
      Wie man sich vorstellen kann, war das in den Häusern von Greiz und Umgebung ein mühseliges Unterfangen, damit einen Brand zu löschen. Gleichwohl wurde aber mit der Stadt-Feuer-Ordnung von 1804 verordnet und anbefohlen, daß jeder Hausbesitzer ein solches Ding der Polizeiinspektion vorzuzeigen habe. Die Stangen wurden von dem Wildmeister Leo, das Stück zu 8 Pfennig, abgegeben. Mit einem Reisigbesen mit langem Stiel oder einem der modernen Wischmops hatte dieser "Feuerlöscher" bestimmt keine Ähnlichkeit.